Der Bereich der Hohlkehle, auch Hohlkehllage benannt, ist eine der häufigsten Ursachen bei Feuchtigkeitsschäden.
Die Hohlkehllage befindet sich zwischen Fundament/Bodenplatte und dem aufgehenden Außen-mauerwerk. Diese Fuge wird als Aufstandsfuge bezeichnet und ist die erste Lagerfuge des Mauerwerks. Hier befindet sich auch die Horizontalsperre, meist bestehend aus einer besandeten Bitumenbahn in Mauerwerksstärke.
Die beschriebene Fuge ist eine Schwachstelle bei unsachgemäßer Ausführung. Die Hohlkehle deckt die Aufstandsfuge ab und besteht standardmäßig aus Zementmörtel MGIII, ist als Kehle ausgebildet und soll eine Schenkellänge gleich/größer 4 cm haben. Der Fundamentvorsprung bzw. Bodenplattenvorsprung ist zu engraten und/oder anzuschrägen.
Empfehlenswert ist es, die Hohlkehllage bis ca. 10 cm oberhalb der ersten Steinreihe hinauf zu führen. Vor Herstellung der Hohlkehllage ist eine zementgebundene Dichtungsschlämme, beispielsweise AQUAFIN 1K in einem Arbeitsgang aufzutragen. Nach Herstellung der Hohlkehllage ist eine weiterer Arbeitsgang mit AQUAFIN 1K herzustellen. Weitere Informationen siehe Produktinfos.
Einige Beispiele der Ausführung hier im Bild: